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Patrick Leppert
«Visionsbänkli» Skulptur                                        Holz, Fiberglasrohre, Metall                                       2019 Als Vision (von lateinischen visio «Erscheinen, Anblick») wird ein subjektives bildhaftes Erleben von etwas sinnlich nicht Wahrnehmbarem bezeichnet, das aber dem Erlebenden – dem Visionär – als real erscheint und im religiösen Sinne von ihm auf die Einwirkung einer jenseitiger Macht zurückgeführt wird. Zusätzlich treten oft Höreindrücke auf, meist als gesprochene Worte. Mitunter erhält der Visionär auch Eindrücke, die von anderen Sinnesorganen zu stammen scheinen. (Aus Wikipedia) Körperliche Ursachen für Visionen können asketische Praktiken, Fasten, Schlafmangel, Trance, zuführen von Schmerzen, Krankheit, Nahtoderfahrungen oder Drogen sein. Heute werden die Visionen von Hildegard von Bingen über Lichtphänomene von der modernen Wissenschaftlern als Symptome schwerer Migräne abgetan. Lourdes und Fatima haben als Wallfahrtsorte ihren Ursprung in Visionen. In der Frühen Neuzeit waren für Visionen Wörter wie Trug-/ Wahn-/Traumbild/Phantasievorstellung/Einbildung schnell zur Hand. Im 19. Jahrhundert sind die Assoziationen dazu Illusion/Erscheinung/Okkultismus/ Halluzination. Heute wird der Begriff oft nicht religiös zur Bezeichnung von Personen verwendet, die – etwa als Politiker oder Erfinder – mutige, bahnbrechende Ideen formulieren und verwirklichen. Ist Warren Buffett ein Visionär? Microsoft-Gründer Bill Gates und sein verstorbener Konkurrent von Apple Steve Jobs? Oder sind Mao Zedung und Josef Stalin Visionäre? Albert Einstein und Alexander Fleming? Oder hatten Pablo Picasso und Joseph Beuys Visionen? Die Aufzählung von «Weltverändern» liesse sich fast unendlich fortsetzten. Der Bogen aus Fiberglasröhren schwingt sich vom Boden über das Visionsbänkli wieder in die Erde. Er stellt ein überdimensionales Modell eines synaptischen Spalts dar. Die Erde als Symbol für ein riesiges Gehirn, der Bogen als einzelner «Synapsensprung». Die Synapsen im Gehirn stellen eine neuronale Verknüpfung einer Nervenzelle zu einer anderen Zelle her. Bei diesem Vorgang wird das elektrische Signal in ein chemisches Signal umgewandelt. Da der Zwischen- raum für eine elektrische Übertragung, zu gross ist. Die Synapsen dienen der Signalübertragung und können Informationen speichern. Hat dieser Prozess im Gehirn Einfluss auf Visionen? Die Anzahl der Synapsen beträgt im Gehirn eines Erwachsenen ungefähr 100 Billionen. Die Forschung hat für Visionen keine schlüssige Erklärung. Setzen Sie sich ungezwungen und in aller Ruhe auf das Visionsbänkli. Denken sie dabei an grosse Weltveränderungen, die durch den Menschen entstanden sind, oder lassen Sie ihre Gedanken schweifen. Vielleicht haben Sie eine Eingebung. Zitate: Anton Tschechov: «Ich wünsche mir, ich könnte im Jenseits von diesem Leben denken: Es war eine schöne Vision.» Jens Gerdes: «Die Gratwanderung im Grenzgebiet zwischen Phantasterei und wissenschaftlich fundierten Visionen hat seit jeher fasziniert.» Willi Baumeister: «Die Freiheit entwickelt sich immer neu an den Widerständen. Um die geschlossene Einheit aber kreist ein letzter Wert: die selbst gezeugte Vision.» Helmut Schmidt: «Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.» Edward Fox: «Die glückselige Vision beseelte all seine Mühen, liess ihn Studium, Reisen und Qualen heldenhaft bewältigen.» Patrick Leppert, 2018 Website: Videos auf YouTube und Vimeo / E-Mail: patrick.leppert@breitband.ch
Künstler Patrick Leppert