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Philipp Käppeli
«look…but don’t touch» Installation mit Acrylglasplatten 2019 Wir bewegen uns immer schneller, Entwicklungen werden stets überholt und mit neustem Knowhow ersetzt. Was uns wertvoll erscheint, braucht speziellen Schutz. Um diesen Schutz zu gewährleisten prägen Normen unsere Gesellschaft. Für alles und jedes haben wir ein Gütesiegel und der gesunde Menschenverstand bleibt dabei oft auf der Strecke, was beglaubigt ist wird geglaubt. Wir leben daher eine Parallelexistenz zur Natur und wir versuchen diese auch für und vor uns zu schützen, statt im Einklang mit ihr zu leben. Gletscher werden zugedeckt, Tierarten werden in Zoologischen Gärten vor dem Aussterben bewahrt. Erlebnisparks werden errichtet, um ein Lebensgefühl zu transportieren und vieles mehr. Was uns schützenswert erscheint, wird eingepackt und konserviert. Vielleicht in naher Zukunft auch unsere einheimische Fauna, weil sie plötzlich Seltenheitswert hat in unserer schnelllebigen, profitorientierten Scheinwelt. Das äussere Erscheinungsbild unserer Umwelt wird eine andere Form der Architektur prägen. Behausungen für schützenswerte Vegetation mit künstlich erzeugten idealen Klimabedingungen stehen neben unseren Wohnkomplexen. Exemplarisch für diese Vision habe ich junge Bäume auf dem Ausstellungsareal mit klaren Kuben aus transluzentem Material umzäunt. Diese Kuben, welche von Weitem sichtbar sind, bestechen durch ihre geradlinige und reduzierte Formensprache. Die Kuben setzen ein klares künstlerisches Statement in die Landschaft und sollen den aktuellen Diskurs über unsere aktuellen Tendenzen in der Gesellschaftsentwicklung fokussieren, wie wir mit uns und mit dem, was uns umgibt, umgehen. Wir erleben aktuell eine Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Das Miteinander wird mehrheitlich von Gier und persönlichen Vormachtstellungen abgelöst. Dies will ich hinterfragen und den Betrachter anregen, sich auf diesen wichtigen Diskurs einzulassen. Es fragt sich, was der eigentliche Zweck sei. Geht es um Schutz, um Profit oder um Privilegien?  Auf jeden Fall muss sich in unseren Köpfen ein neues Bewusstsein etablieren, Sorge dem zu tragen, was uns umgibt, weil wir endlich verstehen müssen, dass ohne unsere natürlichen Ressourcen das Leben nicht lebenswert ist. Dies funktioniert nur in einer Gesellschaftsform, welche wieder alte Werte wie Respekt, Toleranz und Empathie als Grundpfeiler trägt. Philipp Käppeli 2018 Website: www.philippkaeppeli.com / E-Mail: info@philippkaeppeli.com
Künstler Philipp Käppeli